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| | Shantychor Geeste beim 7. Festival der Seemanslieder in Berlin | | | | | | | | | | |
Neben dem Shantychor Geeste hatte der MK Shanty-Chor Berlin vier weitere Shantychöre zu seinem alljährlich veranstaltetem Festival der Seemanslieder in die Bundeshauptstadt eingeladen. | | | | Ein Reisebericht von Helmut Koers
| | | Reiseunternehmen aussuchen, Hotelbetten buchen, P rogrammablauf für drei Tage erstellen und Besichtigungsprogramm vor Ort organisieren.: Diese verantwortungsvolle Aufgabe hatte die Crew um Werner Weitze übernommen. So konnte es am Freitag um 6 Uhr in der früh im zweistöckigen Bistro-Bus mit 60 Teilnehmern Richtung Berlin gehen. Am frühen Freitagnachmittag hieß es dann einchecken im Neotel
Senator in Berlin-Spandau. Der Rest des Tages stand zur freien Verfügung um Berlin auf eigener Faust zu erkunden. Wolken versperrten beim Frühstück im Panoramarestaurant im 16. Stock des Hotels am Samstagmorgen den Ausblick über Berlin. Manfred Kallweit vom Berliner Shantychor, der die Gäste aus Geeste beim Aufenthalt in Berlin als Betreuer begleitete, zeigte beim anschließenden Rundgang durch die Altstadt von Spandau die Sehenswürdigkeiten dieses Berliner Stadtteils.
| | | Mit der Abfahrt um 12:30 Uhr zum “Haus des Rundfunks” in der Masurenallee und einem kleinen
Abstecher zum Olympiastadion wurde es nun ernst für die Geester Shanties. Zur Stellprobe und zum Soundcheck ging es dann um 14:00 Uhr das erste Mal auf die Bühne im großen Sendesaal des Senders Radio Berlin-Brandenburg (RBB). Einigen Sängerinnen und Sängern war die Anspannung nun deutlich anzumerken als sich zudem herum gesprochen hatte, dass der Sendesaal mit seinen rund 1200 Sitzplätzen restlos ausverkauft sei. Noch zwei Stunden bis zum Beginn der Veranstaltung und
rund drei Stunden bis zum Auftritt der Geester Shanties, der nach der Pause für den zweiten Block auf dem Programm stand. Ausverkauftes Haus, das hieß aber auch, dass für die wartenden Chöre nun doch kein Platz im Zuschauerraum vorhanden war. Eilig wurde von Mitarbeitern des RBB der im angrenzenden Gebäude liegende kleine Sendesaal mit einer Lautsprecheranlage ausgestattet und somit zum Warteraum umfunktioniert. Die Wartezeit wurde genutzt um das Programm noch einmal durchzugehen oder Kontakte mit den anderen Shantychören zu knüpfen. Gespannt wurde die Lautsprecherübertragung verfolgt, um etwas von der Atmosphäre im Saal mit zu bekommen. Nicht nur bei “Klassikern” wie “Auf der Reeperbahn nachts um halb eins” oder “John Kanaka”, vorgetragen vom Gastgeber und Veranstalter, dem “Shanty-Chor Berlin”, “Sloop John B.” oder dem
“Gorch-Fock-Lied” mit dem Shanty-Chor “Kieler Förde” aus Kiel, und “Hein Mück” oder “Ich bin bald wieder hier” vom Shanty-Chor “Kliffkieker Herford” aus Herford ging das fachkundige Publikum begeistert mit und sparte nicht mit Beifall. Als Moderator hatte der Berliner Shantychor den ehemaligen Schlagersänger und Fernsehmoderator Bert Beel engagiert, der durch das Programm führte und den Zuschauern die verschiedenen Shantychöre
vorstellte. Den Shantychor Geeste, als einziger Chor mit weiblichen Shanties und dazu mit einer Chorleiterin, stellte er als besonderen Chor in der überwiegend von Männern besetzten Riege der Shantychöre vor.
| | | Nach dem dritten Pausengong hatte dann der “Shantychor Geeste” mit Chorleiterin Ulla Wilmink seinen Auftritt. Mit Liedern wie „Kleine Möwe flieg nach Helgoland“ mit Vorsänger Wolfgang Linnartz, „Wo es Mädels gibt Kameraden“, „Rum aus Jamaika“ mit Vorsänger Werner Ickerott, „Über uns
der blaue Himmel“ und als Abschluss das Medley „Hart am Wind“, die der Shantychor Geeste aus seinem Repertoire mit über 80 Titeln ausgesucht hatte, konnten die Geester Shanties die Berliner Zuschauer gleich wieder zum Mitsingen und Mitklatschen animieren und ernteten begeisterten Beifall. Bei “De Harmonikaman”, oder “Mijn Ysselmeer” schwappte die Begeisterung nahtlos auf den Zeemanskoor “ De Raddraaiers” aus Ymuiden in der Nähe
von Amsterdam über. Bei “My Bonnie is over the ocean” oder “Good Night Ladies” vom Shanty-Chor “De Trampentrekker” aus Hamburg waren die Zuschauer wieder textsicherer und sangen begeistert mit. Mit dem gemeinsamen “Rolling home” im Finale verabschiedeten sich alle Musiker, Sängerinnen und Sänger im Rundfunkhaus Berlin.
| | | | Mit einem gemeinsamen Abend aller teilnehmenden Chöre in Berlin-Zehlendorf, bei dem der Geester Shantychor zusammen mit dem niederländischen Chor mit “De
Klok van Arnemuiden” für glänzende Unterhaltung sorgte fand dieser Tag einen gelungenen Abschluss. Beim sonntäglichen Frühschoppen in einer kleinen Brauerei im Nicolaiviertel von Berlin wurde deutlich, das Shanties zu jeder Gelegenheit ein Lied auf den Lippen haben. Kurzer Hand wurde das Spreeufer zur Bühne,
alle Shanties zu einem großen Chor und mit “De Klok van Arnemuiden” und anderen Liedern ein kurzes Freiluftkonzert für Berliner Frühaufsteher gegeben. Zufrieden konnte dann die Heimfahrt Richtung Geeste angetreten werden mit der Gewissheit als junger Chor im Reigen der “Etablierten” eine gute Visitenkarte in Berlin abgeben zu haben
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