Mit der Abfahrt um 12:30 Uhr zum “Haus des Rundfunks” in der Masurenallee und einem kleinen Abstecher zum Olympiastadion wurde es nun ernst für die Geester Shanties. Zur Stellprobe und zum
Soundcheck ging es dann um 14:00 Uhr das erste Mal auf die Bühne im großen Sendesaal des Senders Radio Berlin-Brandenburg (RBB). Einigen Sängerinnen und Sängern war die Anspannung nun deutlich anzumerken als sich zudem herum gesprochen hatte, dass der Sendesaal mit seinen rund 1200 Sitzplätzen restlos ausverkauft sei. Noch zwei Stunden bis zum Beginn der Veranstaltung und rund drei Stunden bis zum Auftritt der Geester Shanties, der nach der Pause für den zweiten Block auf
dem Programm stand. Ausverkauftes Haus, das hieß aber auch, dass für die wartenden Chöre nun doch kein Platz im Zuschauerraum vorhanden war. Eilig wurde von Mitarbeitern des RBB der im angrenzenden Gebäude liegende kleine Sendesaal mit einer Lautsprecheranlage ausgestattet und somit zum Warteraum umfunktioniert. Die Wartezeit wurde genutzt um das Programm noch einmal
durchzugehen oder Kontakte mit den anderen Shantychören zu knüpfen. Gespannt wurde die Lautsprecherübertragung verfolgt, um etwas von der Atmosphäre im Saal mit zu bekommen. Nicht nur bei “Klassikern” wie “Auf der Reeperbahn nachts um halb eins” oder “John Kanaka”, vorgetragen vom Gastgeber und Veranstalter, dem “Shanty-Chor Berlin”, “Sloop John B.” oder dem “Gorch-Fock-Lied” mit dem Shanty-Chor “Kieler Förde” aus Kiel, und “Hein Mück” oder “Ich bin bald wieder hier” vom Shanty-Chor
“Kliffkieker Herford” aus Herford ging das fachkundige Publikum begeistert mit und sparte nicht mit Beifall. Als Moderator hatte der Berliner Shantychor den ehemaligen Schlagersänger und Fernsehmoderator Bert Beel engagiert, der durch das Programm führte und den Zuschauern die verschiedenen Shantychöre vorstellte. Den Shantychor Geeste, als einziger Chor mit weiblichen Shanties und dazu mit einer Chorleiterin, stellte er als besonderen
Chor in der überwiegend von Männern besetzten Riege der Shantychöre vor.
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